Teamcoaching-Teambildung-Teamentwicklung

Artikel veröffentlicht: 11 Oktober 2016

Nachdem ich in einem früheren Beitrag erklärt habe, was für mich ein Team ist, folgt hier nun mein Verständnis von der Begleitung eines Teams. Was ist danach Teamcoaching im Unterschied zu Teambildung (Teambuilding) und Teamentwicklung? Das kann natürlich verschiedene Formen annehmen. Ich möchte auch hier keine absolute Definition aufstellen, sondern vielmehr darstellen, wie ich das sehe und wie meine Arbeit dazu steht.

Teamleitung

An erster Stelle steht die Teamleitung. Das ist eine Führungskraft, die formell ein Team führt. Ein Abteilungsleiter beispielsweise oder aber auch ein Projektleiter. Letzterer führt in der Regel zwar in der Matrixorganisation, aber für eine festgelegte Zeit oder ein festgelegtes Thema sagt er (sie) in der Regel, wo es langgeht.

Teambildung (Teambuilding)

Am Anfang, also quasi der Geburtsstunde eines Teams steht die Teambildung. Kaum kommt es vor, dass ein Teamleiter sein Team auf der grünen Wiese zusammenstellen kann. Toll wäre das schon: ich suche mir die Personen für mein Team gezielt aus, die vom Knowhow her und vom Charakter am besten dazu beitragen können, meine Aufgabe zu erreichen. Nur ist das eine Idealvorstellung, die selten eintritt. Einflussmöglichkeiten sind begrenzt. Man muss nehmen „was da ist“ und mit diesen Personen die Aufgabe (z.B. das Projekt) erfüllen. Eine Teambildung kann damit beinhalten:

  • Persönlichkeiten und Charaktere kennenlernen
  • Rollen und Aufgaben klären
  • Ziel festlegen
  • Kommunikation intern und mit anderen beschreiben

Teamentwicklung

Die Anlässe für eine Teamentwicklung bestehen häufig darin, dass sich die personelle Zusammensetzung ändert (Teamleiter oder Mitglieder kommen hinzu oder scheiden aus) oder dass sich Umstände geändert haben. Auf jeden Fall werden die Aufgaben des Teams schwerer oder gar nicht mehr erfüllt. Dann gilt es, aus dem bestehenden Team das beste zu machen. Zu analysieren, wo Defizite bestehen, und dann geeignet darauf hinwirken, dass Verhalten und Abläufe so gut wie möglich auf einander abgestimmt werden. Diese Aufgabe ist aufwändiger als bei einem Teambuilding, da die meisten Mitspieler sich schon länger kennen.

Und was ist jetzt für mich Teamcoaching?

Teamcoaching ist für mich eine Haltung und eine Arbeitsweise, die in ganz unterschiedlichen Situationen und bei vielen Anlässen angewandt werden kann. Beim Teamcoaching gehe ich nicht bestimmend, belehrend, autoritär oder direktiv vor. Sage nicht „macht das so und so, dann klappt das schon“.  Das funktioniert selten auf diese Weise, denn dann wäre ich ja allwissend und wüsste besser als die Betroffenen, was für sie gut ist. Statt dessen

  • lasse ich Spielraum für Lösungen: Das Team muss selbst entscheiden, welche Lösung anwendbar ist
  • erzeuge ich Transparenz und Klarheit durch Fragen und Aufzeigen, wie ich etwas verstanden habe
  • gebe ich ehrlich und ungeschminkt Rückmeldung, wie Verhaltensweisen auf mich und auf andere wirken
  • wirke ich ausgleichend und suche nach Konsens und machbaren Lösungen
  • behalte ich sowohl das Ziel des Coachings als auch die Stimmung der Teilnehmer im Blick
  • und natürlich helfe ich auch der Kreativität auf die Sprünge.

Beim Teamcoaching versuche ich somit die Balance zwischen einer schnellen, betriebswirtschaftlich wichtigen Lösung und den Möglichkeiten und Grenzen der Beteiligten zu bewahren. Erfahrungsgemäß ist das für beide Seiten sehr effektiv und alle unterstützen nach Kräften den Lösungsprozess. Nicht einfach, aber lassen Sie sich doch einfach überraschen!

In diesem Sinne: Gemeinsam Ziele erreichen – Teamcoaching öffnet Horizonte!

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Kontakt

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Maik Riess
Institut für systemische Ent-Wicklung
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